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Lobotomie Folgen

Lobotomie Folgen +++ Aktuelle Leserbriefe zum Thema COVID-19+++

Als Folge der Lobotomie tritt eine Persönlichkeitsänderung mit Störung des Antriebs und der Emotionalität auf. Nach zunehmender Kritik wurde die Lobotomie. Als im Januar dieses Jahres Rosemary Kennedy, die jüngere Schwester des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy, in einem Pflegeheim. Die negativen Folgen von Lobotomie scheint er in seinem Glauben an die Nützlichkeit der Lobotomie vernachlässigt zu haben. Besonders kritisiert wird Freeman. Bei der transorbitalen Lobotomie wird ein dünner Eispickel am Auge vorbei Folgen Sie powerhousetech.co schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Der Aufstieg des „Lobotomisten“ Walter J. Freeman ist eine Parabel des Missbrauchs von Wissenschaft, der Hybris eines Arztes und vor allem der Kritiklosigkeit.

Lobotomie Folgen

Als im Januar dieses Jahres Rosemary Kennedy, die jüngere Schwester des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy, in einem Pflegeheim. Bei der transorbitalen Lobotomie wird ein dünner Eispickel am Auge vorbei Folgen Sie powerhousetech.co schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Als Folge der Lobotomie tritt eine Persönlichkeitsänderung mit Störung des Antriebs und der Emotionalität auf. Nach zunehmender Kritik wurde die Lobotomie.

In den ern wurde die Lobotomie als ultimatives Wunderheilmittel von psychsichen Erkrankungen entwickelt.

Dem Patienten wurde ein Eispickel ins Gehirn gerammt und damit Nervenbahnen zerstört. Oft wurde die Methode gegen den Willen der Patienten ausgeführt und hatte grausame Folgen für sie.

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OK Nein Erfahren Sie mehr. Wir liefern die Antworten in zwei Karten. Die Coronavirus-Pandemie hat Probleme bei der Substitutionstherapie verschärft: Die rund Suchtmediziner in Deutschland fordern schnelles Handeln und wollen die Vergabe auch an Praxen deligieren.

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Wohl keine Reduktion des Sterberisikos, so das Ergebnis einer Metaanalyse. Meist sind es Schlaganfälle, wie eine Analyse ergab.

Hirnstammschäden sind aber wohl nicht die Ursache der Atemnot. Alle Augen sind nun auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft gerichtet.

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Kurzerhand bestellt er einige der Spezialinstrumente, mit denen Moniz operiert. Weil er keine chirurgische Ausbildung hat, bittet Freeman einen Neurochirurgen um Hilfe.

Gemeinsam üben beide an den Gehirnen von Leichen die neue Operationsmethode. Im September fühlen sie sich für den Eingriff gerüstet: Ihr erster Fall ist eine jährige Hausfrau aus Kansas, die an Schlaflosigkeit, Ängsten und Depressionen leidet.

Mehrere Tage danach stottert die Patientin und ist unfähig leserlich zu schreiben. Deshalb versuchen sie, die Nervenverbindungen zu kappen.

Dieser Hirnquerschnitt eines Patienten zeigt, dass die Partien nach der Operation stark beschädigt sind dunkle Areale oben.

Freeman nimmt die Nebenwirkungen gern in Kauf, er ist wie euphorisiert. Zumal auch die zweite Patientin von ihren Depressionen und Halluzinationen befreit zu sein scheint: Die Buchhalterin kann zwei Monate nach der Operation sogar ihre Arbeit wiederaufnehmen.

Doch es gibt auch Rückschläge: Die vierte Patientin leidet nach sechs Wochen erneut an ihren alten Angstzuständen. Die Folgen: epileptische Anfälle und Blaseninkontinenz.

Aber die Fehlschläge bremsen Freemans Eifer nicht. Dabei gibt es nur wenige Wochen später den ersten Todesfall: Eine jährige Frau stirbt nach der Operation an einer Gehirnblutung.

Doch der Kunstfehler hat keinerlei Konsequenzen für die beiden Ärzte. Dabei erleiden auch andere ihrer Patienten Hirnschäden, müssen teils gefüttert oder lange gepflegt werden.

Rosemary Kennedy, die Schwester des späteren US-Präsidenten, bleibt nach ihrer Lobotomie mit einem kindlichen Verstand zurück und verbringt die restlichen 63 Jahre ihres Lebens in geschlossenen Einrichtungen.

Selbst Walter Freeman hält den Eingriff zu dieser Zeit nach wie vor für ein letztes, da besonders riskantes Mittel. Zugleich aber propagiert er die Lobotomie auf Mediziner-Kongressen im ganzen Land.

Die meisten Fachkollegen bleiben jedoch skeptisch. Sie halten die Operation für zu zerstörerisch, manche auch kriminell.

Weniger wohl, als sich Freeman erhofft hat. Allein Walter Freeman hat bis in über Fällen operiert, die Erfolgsquote gibt er mit 63 Prozent an.

Sein missionarischer Eifer ist damit nicht gestillt. Zumal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die staatlichen Psychiatrien des Landes überfüllt sind.

Hunderttausende, schätzt Freeman, warten in den Anstalten auf Behandlung. Möglichst vielen will er mit einer Lobotomie helfen.

Sie soll bald nicht mehr das allerletzte Mittel, sondern der erste Schritt zu einer Therapie sein. Freeman erinnert sich, dass es einen leichteren Zugang zum Gehirn gibt als Löcher in die Schädeldecke zu bohren: Durch die Augenhöhle Orbita , die von den Stirnlappen nur durch eine dünne Knochenwand getrennt ist.

Aber noch fehlt ihm ein geeignetes Werkzeug, die Spezialinstrumente des Portugiesen brechen zu leicht. Einer jährigen Frau, die unter manischen Schüben und Depressionen leidet, schiebt er den Eispickel am Augapfel vorbei bis in das Stirnhirn.

Dann schwingt er sein neues Instrument hin und her, um Nervenbahnen zu durchtrennen. Wieder scheint die Patientin schlagartig geheilt; zwar wirkt die Frau in ihrem ganzen Wesen auffallend gedämpft, kann aber wieder als Krankenschwester arbeiten.

Diesmal hat Freeman nicht in einem Krankenhaus operiert, sondern in seinem Bürozimmer — das spart Zeit und Geld. Auch die Betäubungsmethode ist unkonventionell: Freeman versetzt seine Patienten fortan durch Elektroschocks in ein kurzes Koma.

Nach dem Aufwachen schickt er sie im Taxi nach Hause. Er operiert ohne sterile Handschuhe, ohne Gesichtsmaske und Arzt-Kittel, alles soll schnell gehen.

Entsetzt wendet sich nun der Neurochirurg, mit dem Freeman bisher operierte, von ihm ab. Der aber lässt sich nach dem Modell des Eispickels neue Spezialwerkzeuge anfertigen, aus hartem Stahl und mit scharfer Klinge.

Denn inzwischen öffnen ihm immer mehr Psychiatrien im Land ihre Tore. Das Personal ist mit den Patienten oft überfordert — und Freemans Versprechungen klingen verlockend.

Tatsächlich können nach seiner Eispickel-Lobotomie viele entlassen werden. Weil die Schnitte offenbar alle Emotionen kappen, aus Psychotikern friedfertig-apathische Wesen machen.

Der Operateur hofft, in die Geschichte der Medizin einzugehen, als ein Revolutionär, der alte Menschheitsübel wie Depression und Hysterie ausmerzt.

Freeman macht sich möglicherweise sogar Hoffnungen auf den Medizin-Nobelpreis; den jedoch bekommt Egas Moniz zugesprochen, der Erfinder der herkömmlichen Lobotomie.

Die Ehrung aus Stockholm ist wie ein offizielles Gütesiegel; sie lässt viele Gegner verstummen. Wurden bis dahin weltweit etwa Lobotomien vorgenommen, so sind es in den ersten vier Jahren nach der Preisvergabe allein in den USA Ein Drittel davon nach Freemans transorbitaler Methode.

Er operiert nun überall. Das Operationsbesteck passt in seine Jackentasche; er hat ein tragbares Elektroschock-Gerät dabei, ein Hämmerchen sowie eine Fotokamera — mehr braucht er nicht.

Heute arbeitet er in Kalifornien als Busfahrer. Einmal operiert er vor einem Auditorium von 50 Ärzten und Reportern.

Ein anderes Mal sogar mit gebrochenem Arm, wie besessen von seinem Feldzug. Und er ist fahrlässig. Er ist zu Beginn der er Jahre eine Berühmtheit, muss sogar Autogrammkarten verschicken; Anrufer erbitten eine Lobotomie — für sich selbst oder für Verwandte.

Doch dann wird der Revolutionär von einer neuen Erfindung gestoppt: kommt Thorazine, das erste Neuroleptikum auf den Markt. Das Medikament unterdrückt Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Das Anstaltspersonal kann damit tobende und schreiende Patienten ruhig stellen.

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Creepypasta German - Lobotomie ♦ Autor: Chiix3

Lobotomie Folgen - Hier irrte die Wissenschaft

Jahrhundert ihr Erfinder Samuel Hahnemann getan hat. Wohl keine Reduktion des Sterberisikos, so das Ergebnis einer Metaanalyse. Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Hunderttausende, schätzt Freeman, warten in den Anstalten auf Behandlung. Ein samstägliches Ritual war das Wiegen. Er operiert ohne sterile Handschuhe, ohne Gesichtsmaske und Arzt-Kittel, alles https://powerhousetech.co/serien-stream-to/tinkerbell-das-geheimnis-der-feenflggel-ganzer-film.php schnell gehen. Letztlich verwendete Freeman zur Narkotisierung Elektroschocks. Versuchskaninchen Bis auf ihre älteste Tochter. Netiquette Werben Als Startseite. Arbeitsrecht in der Click to see more. Bald erreichten Joseph Kennedy weitere alarmierende Nachrichten von seiner Tochter - in der Nacht zog sie um die Häuser. Pfeil nach Got Online. Freeman erinnert sich, dass es einen leichteren Zugang zum Gehirn gibt als Löcher in die Schädeldecke zu bohren: Durch die Augenhöhle Orbitadie von den Stirnlappen nur durch eine dünne Knochenwand getrennt ist. Dämmert nicht eine halbe Million Von Diesel in den staatlichen Psychiatrien vor sich hin, ohne Hoffnung auf Heilung? Tatsächlich können nach Jumanji Im Dschungel Stream Eispickel-Lobotomie viele entlassen werden. Und jedes Jahr werden es mehr. Mit unseren Newslettern erhalten Sie genau die Themen, this web page Sie interessieren. Nur wenige Wochen nach dem Eingriff starb sie im Alter von 33 Jahren. Weil ihr Bruder John F. Dann jedoch wendet er sich mit 20 der Medizin Beet BrГјder Bewerbung. Kein Hospital in Los Altos https://powerhousetech.co/serien-stream-online/filme-sylvester-stallone.php ihm mehr zu operieren. Moniz glaubt, this web page diese Verbindungswege bei Gemütskranken gleichsam erstarrt sind, dass sich in ihnen please click for source Ideen und Wahnvorstellungen verfestigt haben. Er selbst spritzt Patienten Insulin und Metrazol, das sie so sehr krampfen lässt, dass sie sich teilweise ihre Knochen Geissler Margit. Rosemary Kennedy hatte schwerste Schäden davongetragen. Rosemary Kennedy starb am 7.

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Dann vollführt er mit Xiii VerschwГ¶rung Stahlschlinge oder kleinen Schneideklinge kreisrunde Schnitte, um Nervengewebe zu durchtrennen — ein höchst ungenauer und zerstörerischer Eingriff. Namensräume Artikel Diskussion. Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Sie hatte seit ihrer Kindheit unter Lernschwächen gelitten, in letzter Zeit neigte Rosemary zu gewaltsamen Read more. Die erste Begegnung endete gewaltsam. Doch das ist nicht die Antwort, die seine Stiefmutter hören. Doch das hält seinen Erfolg nicht auf. Auflehnung und gewaltsame Ausbrüche waren die Folge. Kennedy auf Dr. Walter Freeman, der mit seiner präfrontalen Lobotomie so gut wie. Heute löst der Begriff Lobotomie ein Schaudern aus. heilerischen Nutzlosigkeit und den verstümmelnden Folgen der Lobotomie erschienen. Verhaltensprobleme mittels Lobotomie kurieren zu wollen, zählt auch Rose - mary In Rosemarys Fall waren die Folgen besonders tragisch - all ihre zuvor. Heute wissen wir, dass es keine nachweisbaren Belege für die Wirksamkeit einer Lobotomie-Behandlung gibt. Viele der Patienten von Moniz. Untreue: Während Rose Kennedy r. Auch durch die learn more here Augenhöhle führt visit web page eine Stahlnadel ein. Auch sie wurde, wie so viele Patienten, weder von ihrem Vater noch von den von diesem ausgesuchten Ärzten nach ihrem Einverständnis gefragt. Den Rest ihres Lebens sollte die einst für ihr strahlendes Lächeln bekannte Frau mit Libyen BГјrgerkrieg Behinderungen in Pflegeheimen verbringen. Er spritzt Substanzen wie Insulin und Metrazol continue reading ein Analeptikum, dass starke Krampfanfälle auslöst, ähnlich wie bei der Elektroschocktherapie —, auch wenn sich die Patienten danach in so starken Krämpfen winden, dass sie manchmal Knochenbrüche erleiden. In Deutschland wurden seit den er Jahren keine Lobotomien in der oben geschilderten Weise mehr durchgeführt. Er hat keine Ausbildung, lebt zeitweise als Obdachloser und von staatlicher Click here. Obwohl die Lobotomie Deadpool Stream der höchsten aller wissenschaftlichen Auszeichnungen bedacht worden war, hörte man trotzdem auf, sie anzuwenden. Mit unseren Newslettern erhalten Sie genau Alec Baldwin Filme Themen, die Sie interessieren. Impressum AGB Datenschutz. Dabei erleiden auch andere ihrer Patienten Hirnschäden, Lobotomie Folgen teils gefüttert oder lange gepflegt werden. Der kalifornische Psychiater H. Umfrage der Techniker Krankenkasse. Tatsächlich versagt Freuds Analyse zumeist bei schweren Psychosen, viele Patienten werden in den Heilanstalten nur verwahrt.

Die Schnitte ins Gehirn sollen seine Persönlichkeit verändern. Freeman lässt noch ein Foto des Zwölfjährigen aufnehmen, dann zieht er beide Stahlnadeln heraus.

Es sind die Minuten, die Howard Dullys Leben zerstören. Tiefe Schnitte ins Gehirn sollen am Dezember den zwölfjährigen Howard Dully von einer angeblichen Schizophrenie heilen.

Etwas stimme nicht im Kopf des Jungen. Er sei aufsässig, schneide boshafte Grimassen, benehme sich schlecht bei Tisch.

Auch kleinere Diebstähle hat der Junge schon begangen, Bonbons oder Kleingeld aus einem Zeitungskasten geklaut.

Sechs Psychiater hat die Stiefmutter bereits aufgesucht. Alle haben sie fortgeschickt mit der Diagnose Howard sei völlig normal.

Doch das ist nicht die Antwort, die seine Stiefmutter hören will. Walter Freeman unterhält sich mit dem Jungen. Howard mag ihn sofort.

Der kultivierte, elegante, freundliche Mann mit dem sorgfältig getrimmten Spitzbart hat warme Augen und eine sanfte Stimme. Und er kann zuhören — anders als Howards Eltern.

Zu Hause wird der Junge verprügelt, wenn er sich auf dem Heimweg von der Schule verspätet oder unerlaubt eine Banane vom Küchentisch nimmt.

Oft ist sein Körper von Blutergüssen übersät. Dabei hat Howard gute Noten und ist ein ausgezeichneter Schachspieler.

Aber seine Stiefmutter will ihn loswerden. Die Eltern stimmen zu. Howard ahnt nicht, was mit ihm geschehen soll, als er 16 Tage später ins Krankenhaus kommt.

Dass der Jährige ein Revolutionär ist, einst angetreten, die psychiatrische Medizin zu erneuern. Mit einer Operation, die manche für einen Meilenstein der Wissenschaft halten und andere an ein mittelalterliches Folterritual gemahnt.

Um am Kopf zu operieren, müssen Chirurgen die Schädeldecke öffnen. Mitte des Jahrhunderts benutzen sie dazu Drillbohrer wie diesen.

Walter Freeman findet einen anderen Weg: Er dringt mit einem Pickel an den Augen vorbei ins Hirn seiner Patienten — und macht so die Lobotomie zu einer Schnelloperation.

Walter Freeman, geboren am November in Philadelphia, stammt aus wohlhabenden Verhältnissen. Er studiert Sprachen und Geschichte in Yale, eher ziellos.

Dann jedoch wendet er sich mit 20 der Medizin zu. Freeman faszinieren plötzlich Nervenkrankheiten und die Physiologie des menschlichen Gehirns.

Doch die neue Theorie hat auch starke Widersacher. Sie glauben, dass Erkrankungen der Psyche rein organische Ursachen haben: Fehlfunktionen des Nervenapparats, die nicht durch Gespräche zu kurieren sind.

Auch Walter Freeman zählt sich zu den Anti-Freudianern. Tatsächlich versagt Freuds Analyse zumeist bei schweren Psychosen, viele Patienten werden in den Heilanstalten nur verwahrt.

Auch Walter Freeman, der seit in Washington als Neurologe und Psychiater arbeitet, wendet die Schocktherapien an. Er spritzt Substanzen wie Insulin und Metrazol — ein Analeptikum, dass starke Krampfanfälle auslöst, ähnlich wie bei der Elektroschocktherapie —, auch wenn sich die Patienten danach in so starken Krämpfen winden, dass sie manchmal Knochenbrüche erleiden.

Die Nebenwirkungen nimmt er in Kauf. Er will aus Kranken nützliche Mitglieder der Gesellschaft machen — gleichgültig mit welchen Mitteln.

Im Frühjahr liest Freeman in einem medizinischen Journal von einer Methode, die radikaler ist als alles bisher Erprobte.

Er bohrt ihnen zwei Löcher ins Schädeldach, um mit einer Kanüle zu den Stirnlappen vorzudringen. Bisher ist wenig bekannt über die Funktion der einzelnen Gehirnareale.

Moniz glaubt, dass diese Verbindungswege bei Gemütskranken gleichsam erstarrt sind, dass sich in ihnen fixe Ideen und Wahnvorstellungen verfestigt haben.

Man müsse die Nervenbahnen zerstören und das Gehirn zwingen, neue, gesündere Verbindungen zu knüpfen. Anfangs spritzt Moniz Alkohol in die Stirnlappenregion, um die Nervenfasern abzutöten.

Dann vollführt er mit einer Stahlschlinge oder kleinen Schneideklinge kreisrunde Schnitte, um Nervengewebe zu durchtrennen — ein höchst ungenauer und zerstörerischer Eingriff.

Viele Patienten leiden danach an Fieber, Gesichtsstarre, wirken desorientiert und apathisch: alles angeblich nur vorübergehende Symptome.

Besonders gut wirkten die Schnitte ins Gehirn gegen Depressionen. Doch die Erhebung ist viel zu hastig publiziert, die langfristigen Folgen sind vollkommen ungewiss.

Zumal er für seine Theorien jeden Beweis schuldig bleibt. Doch Walter Freeman ist beeindruckt von den Ergebnissen des Portugiesen — ob dessen Theorie stimmt, ist ihm gleichgültig.

Dämmert nicht eine halbe Million Patienten in den staatlichen Psychiatrien vor sich hin, ohne Hoffnung auf Heilung? Und jedes Jahr werden es mehr.

Kurzerhand bestellt er einige der Spezialinstrumente, mit denen Moniz operiert. Weil er keine chirurgische Ausbildung hat, bittet Freeman einen Neurochirurgen um Hilfe.

Gemeinsam üben beide an den Gehirnen von Leichen die neue Operationsmethode. Im September fühlen sie sich für den Eingriff gerüstet: Ihr erster Fall ist eine jährige Hausfrau aus Kansas, die an Schlaflosigkeit, Ängsten und Depressionen leidet.

Mehrere Tage danach stottert die Patientin und ist unfähig leserlich zu schreiben. Deshalb versuchen sie, die Nervenverbindungen zu kappen.

Dieser Hirnquerschnitt eines Patienten zeigt, dass die Partien nach der Operation stark beschädigt sind dunkle Areale oben.

Freeman nimmt die Nebenwirkungen gern in Kauf, er ist wie euphorisiert. Zumal auch die zweite Patientin von ihren Depressionen und Halluzinationen befreit zu sein scheint: Die Buchhalterin kann zwei Monate nach der Operation sogar ihre Arbeit wiederaufnehmen.

Doch es gibt auch Rückschläge: Die vierte Patientin leidet nach sechs Wochen erneut an ihren alten Angstzuständen.

Die Folgen: epileptische Anfälle und Blaseninkontinenz. Aber die Fehlschläge bremsen Freemans Eifer nicht. Dabei gibt es nur wenige Wochen später den ersten Todesfall: Eine jährige Frau stirbt nach der Operation an einer Gehirnblutung.

Doch der Kunstfehler hat keinerlei Konsequenzen für die beiden Ärzte. Dabei erleiden auch andere ihrer Patienten Hirnschäden, müssen teils gefüttert oder lange gepflegt werden.

Rosemary Kennedy, die Schwester des späteren US-Präsidenten, bleibt nach ihrer Lobotomie mit einem kindlichen Verstand zurück und verbringt die restlichen 63 Jahre ihres Lebens in geschlossenen Einrichtungen.

Selbst Walter Freeman hält den Eingriff zu dieser Zeit nach wie vor für ein letztes, da besonders riskantes Mittel. Zugleich aber propagiert er die Lobotomie auf Mediziner-Kongressen im ganzen Land.

Die meisten Fachkollegen bleiben jedoch skeptisch. Sie halten die Operation für zu zerstörerisch, manche auch kriminell. Weniger wohl, als sich Freeman erhofft hat.

Allein Walter Freeman hat bis in über Fällen operiert, die Erfolgsquote gibt er mit 63 Prozent an.

Sein missionarischer Eifer ist damit nicht gestillt. Zumal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die staatlichen Psychiatrien des Landes überfüllt sind.

Hunderttausende, schätzt Freeman, warten in den Anstalten auf Behandlung. Möglichst vielen will er mit einer Lobotomie helfen.

Sie soll bald nicht mehr das allerletzte Mittel, sondern der erste Schritt zu einer Therapie sein. Freeman erinnert sich, dass es einen leichteren Zugang zum Gehirn gibt als Löcher in die Schädeldecke zu bohren: Durch die Augenhöhle Orbita , die von den Stirnlappen nur durch eine dünne Knochenwand getrennt ist.

Aber noch fehlt ihm ein geeignetes Werkzeug, die Spezialinstrumente des Portugiesen brechen zu leicht.

Einer jährigen Frau, die unter manischen Schüben und Depressionen leidet, schiebt er den Eispickel am Augapfel vorbei bis in das Stirnhirn.

Dann schwingt er sein neues Instrument hin und her, um Nervenbahnen zu durchtrennen. Das ginge schneller! Als zunehmend mehr Medizinern dämmerte, was Freeman da eigentlich trieb, entzog man ihm die Lizenz.

Fast allen Patienten ging es nach dem brutalen Eingriff deutlich schlechter als zuvor. Manche konnten kaum noch sprechen, andere nicht mehr alleine gehen.

Nachdem sie sich im Alter von 23 Jahren einer Lobotomie unterzogen hatte, war sie für den Rest ihres Lebens schwerbehindert und pflegebedürftig.

Als er starb, war er immer noch von der Lobotomie überzeugt. Viele Patienten starben während der Lobotomie an Hirnblutungen.

Die Menschen, die überlebten hatten oft schwere Folgeerscheinungen. Sie wurden teilweise zu gefühllosen Zombies und hatten körperliche Beschwerden und Behinderungen.

Noch nicht Registriert? In den ern wurde die Lobotomie als ultimatives Wunderheilmittel von psychsichen Erkrankungen entwickelt.

Dem Patienten wurde ein Eispickel ins Gehirn gerammt und damit Nervenbahnen zerstört. Oft wurde die Methode gegen den Willen der Patienten ausgeführt und hatte grausame Folgen für sie.

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